Reisebericht vom Klettern in Spanien
13.Mai bis 05.Juni 2015
Wie schon bei unseren letzten Spanienferien bestimmte der alpine Skirennsport Ort und Zeitraum der Reise nach Katalonien. Nachdem wir bei den
diesjährigen Lauberhornrennen neben Jogi Kunz auch weitere Trainer von Swiss Ski kennengelernt haben, stand für uns schon früh fest, dass wir auch
dieses Frühjahr einen Besuch in Giverola bei Tossa de Mar machen werden.
Hier absolvieren unsere Skicracks jeweils ihr aufbauendes Konditionstraining. Neben Mountain Biken und Rennradfahren suchte der Konditrainer Juergen Loacker (Locki) nach Alternativsportarten um das teils monotone Konditraining etwas aufzulockern. Neben Tennis, Beach- und Footvolley bot sich auch das Klettern an. So ergab ein Wort das andere: Da wir ja eh vor Ort waren und die Klettergebiete gut kannten bot sich unsere Mithilfe geradezu an. An zwei Nachmittagen kletterten die Athleten an den von uns eingerichteten Routen.

Nils und Fernando erwiesen sich als die besten Kletterer und zeigten zu unserer Freude immer vollen Einsatz. Beat Feuz und Patrick Küng bevorzugten das Rennradtraining und am zweiten Kletternachmittag mussten sie Interviews geben da auch diverse Journalisten und das Fernsehen vor Ort waren. Marc Berthod war auch in Giverola, musste aber nach seinem Kreuzbandriss im Januar ein Spezialtraining absolvieren.
Da unser Klettereinsatz ein reiner Freundschaftsdienst war, kommt unser Lohn dann nächsten Winter in Form von guten Resultaten welche uns dann schon ein wenig stolz machen würden. Besonders wenn die "Kletterer" den Sprung vom Europacup in den Weltcup schaffen könnten. Auch per Mountain Bike durfte Toni eine Trainingstour mitfahren, dabei war sein Puls in den Aufstiegen immer im "grünen" Bereich, in den Downhills leuchtete es aber dann "rot". Unsere Abfahrer sind schon "wilde Hunde", wenn sie nächsten Winter auf den Skipisten so schnell runterfahren kommen die guten Resultate von alleine. Auch Andrea kam in den Genuss einer Privat MTB-Tour mit Guide Jogi. Dieser erklärte nachher: So "Eine" dürfe man ihm nie mehr mitgeben. Ob positiv oder negativ gemeint blieb sein Geheimnis, hihihi.

Aber nun zurück zu unseren Ferien: Neben dem Klettern und dem Mountain Biken kam auch das Baden und das Sünnele sowie der abendliche Ausgang nicht zu kurz. Der Giverola Resort bietet dafür eine perfekte Infrastruktur, zwei landschaftlich wunderschöne Buchten (Cala Giverola und Cala Pola) sowie ein sehr gutes Restaurant und eine gemütliche Bar wo das Bier, der Sangria und der Jägermeister in Strömen floss. Sehr zu empfehlen ist auch der romantische Wanderweg entlang der traumhaften Steilküste nach Tossa de Mar, wo die Altstadt und die Burganlage mehr als nur einen Besuch wert sind.
Nach 10 Tagen Giverola starteten wir zu unseren Klettertouren im katalanischen Hinterland. Rund um Balaguer bei Lleida besuchten wir während zwei Wochen 10 Klettergebiete und steigerten unser Kletterniveau wie gewohnt um fast einen Grad, welchen wir dann nächsten Winter wie gewohnt erneut verlieren werden :-)
Wir campten meistens wild direkt in den Klettergebieten und besuchten nur für 2 Nächte den zentral gelegenen Campingplatz La Noguera in Sant Lorenc de Montgai. Einmal pro Woche richtig duschen ist auch für uns kein Luxus, hihi, und auch das Trinkwasser muss mal aufgefüllt werden. Zudem ist Sant Lorenc de Montgai ideal für einen Ruhetag: Gemütlicher Camping, gutes Restaurant und eine eindrückliche Landschaft rund um den gleichnamigen Stausee, welcher zu einer 2.5 stündigen Umwanderung auf schönen Pfaden einlädt.

Noch ein Wort zum Wetter: Obschon die Temperaturen während des Giverola Aufenthalts mit rund 22 Grad fürs Klettern und Biken optimal waren, war es für spanische Verhältnisse doch eher kühl. Der Gegensatz zur Schweiz war aber doch wieder riesengross: 40cm Schnee in Wengen und Schneeketten Obligatorium am Brünigpass, was für ein Kontrast. Wie schon so oft in unseren Ferien waren wir wettermässig mal wieder am richtigen Ort, obschon die Temperaturen in der zweiten Ferienhälfte mit 30 Grad zum Klettern für Toni schon wieder oberes Limit war.
Unser Reisebericht im Telegrammstil:
01.Tag, Fahrt über Genf, Chambéry, Valence und Montpellier nach Perpignan - Campiert auf der Autobahnraststätte
"Village Catalan".
02.Tag, Fahrt über La Jonquera an die Costa Brava - Klettern in Solius - Fahrt nach Giverola - Camping Pola.
03.Tag, Besichtigung und Klettern in der Cala Pola.
04.Tag, Besichtigung und Klettern in Solius mit den Trainern Jogi und Locki.
05.Tag, Sünnele und Bädele im Giverola Resort.
06.Tag, Einrichten und Klettern in Solius mit Swiss Ski.
07.Tag, Mountain Biken mit Swiss Ski.
08.Tag, Wanderung entlang der wunderschönen Küste nach Tossa de Mar - Klettern in der Cala Pola.
09.Tag, Einrichten und Klettern in der Cala Pola mit Swiss Ski.
10.Tag, Sünnele und Bädele im Giverola Resort.
11.Tag, Klettern in der Cala Pola - Sünnele und Bädele im Giverola Resort.
12.Tag, Fahrt nach Cubells - Klettern und wild campiert in Cubells.

13.Tag, Klettern in Cubells - Fahrt nach Alos de Balaguer - Klettern und wild campiert in Alos de Balaguer. 14.Tag, Klettern in Alos de Balaguer - Einkaufen in Artesa die Segre - Weiterfahrt und wild campiert in Cubells. 15.Tag, Klettern in Cubells - Einkaufen in Balaguer - Weiterfahrt und wild campiert in Os de Balaguer. 16.Tag, Klettern in Os de Balaguer - Fahrt nach Tartareu - Nach einer langen Siesta geklettert und wild campiert in Tartareu. 17.Tag, Fahrt nach Ager - Klettern und Siesta in Ager - Weiterfahrt nach Camarasa - Klettern in Camarasa und wild campiert gleich nebenan in Sant Lorenc de Montgai.

18.Tag, Klettern in Sant Lorenc de Montgai - Camping La Noguera in Sant Lorenc de Montgai. 19.Tag, Wanderung auf schönen Pfaden rund um den Pantano Sant Lorenc de Montgai - Sünnele und Reisebericht schreiben. 20.Tag, Einkaufen in Balaguer - Fahrt nach Coll de Nargo - Klettern und wild campiert in Coll de Nargo. 21.Tag, Klettern in Coll de Nargo. 22.Tag, Fahrt nach Perles - Klettern und wild campiert in Perles. 23.Tag, Fahrt nach Tres Ponts - Klettern in Tres Ponts - Einkaufen in La Seu d'Urgell - Heimfahrt über Perpignan, Montpellier, Valence und Grenoble nach Annecy - Campiert auf dem Rastplatz Aire de la Ravoire. 24.Tag, Heimfahrt über Genf und Bern nach Schaffhausen.